Tourblog Albanien 2010
Sat 20 Mar '10 by Sarah Jane
sarahjaminn backing Martin Kilger in Albania
Hamburg – Budapest
1.Etappenziel erreicht. Von Hamburg nach Budapest.
Hier am Gate übten wir ein paar Albanische Worte, Hallo, Auf Wiedersehen, danke und natürlich Prost. Gar nicht so einfach sich das zu merken. Bald sammelten sich hier ein paar jüngere Leute, einer trug ein Cachon. Vermutlich gehörten auch sie zu den Musikern auf dem Weg zu „Rock the Block“. Außer einem skeptischen Blick beiderseits gab es jedoch keine Kommunikation. Die Reise ging weiter..
Budapest – Tirana
Ankunft in Tirana, der Hauptstadt Albaniens gegen etwa 15:30h Ortszeit.
Schon aus der Luft waren die Berge um die Stadt zu erkennen, Mediterane Landschaften, Zedern rahmten das Flugfeld.
Im Flughafen, düster drein blickende Zoll Beamte, welche wortlos den Pass begutachteten. Malte wurde gefragt ob er allein reisen würde, und was der Zweck der Reise war. Alleine war er nicht, und unser Ziel war „Rock the Block“. Das von Botschaften ins Leben gerufene Musikfestival in der Hauptstadt Albaniens zum kulturellen Austausch. Wir passierten den Zoll.
In der Gepäckannahme Halle fragten wir an der Information nach einen günstigen Taxi. Martin war schon in Tirana, wir wussten also in etwa was preislich auf uns zukommen würde. Die Dame am Informationsschalter hob leicht genervt den Blick, wir hatten ihre Unterhaltung mit einer anderen Flughafen Mitarbeiterin unterbrochen, offensichtlich war ihr das missfallen.
Sie sagte uns, wir sollen eben einfach irgendein Taxi nehmen und damit zum Hotel fahren. Ja die Frage hätten wir selbst beantworten können..
Noch vor der Ausganstür kam uns ein Mann entgegen, welcher uns sein Taxi anbot. Auf die Frage was die Fahrt den kosten würde nannte er einen Preis, welcher fünf Euro über dem lag, den Martin am Vortag für die gleiche Strecke gezahlt hatte, wir verhandelten und konnten ihn noch ein wenig nach unten drücken.
Draußen vor dem Terminal umgab uns direkt eine warme Frühlingshafte Luft, die Sonne schien, vor einem Café standen Palmen in großen Kübeln. Auf den ersten Blick hätten wir uns auch Spanien befinden können.
Am Auto gab es die erste Überraschung! Das „Taxi“ war keinTaxi. In Albanien sind offensichtlich einige Dinge anders, so war das Taxi nicht etwa ein Auto mit einem Taxi Schild, Taxameter und was sonst noch so dazu gehört, es war ein alter grauer Nissan, mit ein wenig Gerümpel im Kofferraum, die ausgeblichene Deckenverkleidung hing herunter, Anschnallmöglichkeiten suchte man vergebens. Wir stiegen ein, das Abenteuer konnte beginnen!
Rund um den Flughafen gab es wenig Verkehr, wir fuhren durch ein Industriegebiet und in die Stadt hinein. Die teilweise sehr schönen Häuser waren erschreckend verfallen, heruntergekommen. Zwischen ihnen verliefen teils wie Spinnennetzte anmutende Stromleitungen, an den Fassaden waren Regenrinnen offensichtlich zu einem Abwasser System verbunden worden. So etwas würde es in Deutschland nicht mal an einem Rohbau zu sehen geben. Die Straße war von Steinen und Geröll gesäumt, offensichtlich waren einige Gebäude abgerissen worden um den Neubauten zu weichen, der Schutt aber wurde nicht komplett entfernt. Auch säumten Autowracks die Straßen, es ist wohl üblich, wenn ein Auto nicht mehr zu gebrauchen ist, es einfach dort stehen zu lassen wor es gerade ist. Seltsam.
Schön war, dass unser Fahrer ein wenig Englisch sprach, er erzählte uns über den Wandel der Stadt in den letzten zehn Jahren Demokratie, die Neubauten im Indurstriegebiet, und die Führerscheinprüfungen in Albanien. Er beklagte, früher hätte man mehrere Jahre üben müssen, heute wäre es schon nach einer Woche möglich den Führerschein zu machen. Daher könne hier auch niemand Autofahren.
Wir mussten schmunzeln, denn der Verkehr und die Fahrweise unterschied sich grundlegen von der der Deutschen.
Man hupte hier ständig. Einmal kurz zur Begrüßung, etwas länger um zu demonstrieren „hier komme ich“ und extrem lang um seinen Unmut zu zeigen. Und es gab viel Unmut auf Tiranas Straßen. Der Lärmpegel war immens, Straßen, welche in Hamburg wohl 2-3 Spurig gewesen wären, mit markierten Fahrstreifen, waren hier mit Schlaglöchern übersäht und nicht in Spuren eingeteilt. Die Folge, es gab manchmal eben auch mehrere Spuren, es war ein Kampf in einen Kreisverkehr zu gelangen und wieder hinaus. Obwohl auf den ersten Blick kein System dahinter steckte und jeder einfach wild hupte um weiter zu kommen, hatte man nicht den Eindruck das dem agressiven Hupverhalten eine agressive Fahrweise folgte. Man handelte einfach sehr klar und bestimmt. Ein lustiges Bild was sich uns bot, war ein Blaues Polizeiauto mit zwei Beamten, der Fahrer telefonierte mit einem Handy – ohne Freisprecheinrichtung.
Ankunft am Hotel 17 Uhr:
Das Hotel Mondial sah auch von außen schon gepflegt aus, die Fassade war sehr gut in Schuss. Wir verabschiedeten uns auf Albanisch von Fahrer. Er scherzte angesichts unserer Begabung würden wir wohl nur zwei Wochen brauchen um die Sprache zu erlernen.
Martin erwartete uns schon in der Lobby. Es gab ein freudiges Wiedersehen, wir waren alle da, es konnte losgehen.
Wir hatten an diesem Tag keine Termine mehr, erkundeten zunächst das Hotel, dann die Umgebung bis hin zum Supermarkt.
Dort wurde neben Wasser und Obst vor allem Bier gekauft. Neben einigen Import Sorten, gab es auch Tiranisches Bier.
Schockierend niedrig waren im Supermarkt die Preise. Der Albanische Lekë ist nicht sehr Stabil und wir dnicht wie andere Währungen am Finanzmarkt, sondern künstlich von der Regierung auf Kurs gehalten. Zum Zeitpunkt unseres Besuchs war ein Euro etwa 150 Lekë wert. Was uns in der Stadt noch auffiel waren die Hunde. Auf dem Gehweg, lagen vor einigen Geschäften Hunde, es waren Straßenhunde. Teilweise hatten sie langes zotteliges Fell und erinnerten an Schafe.
Zu Abend aßen wir im Hotel, das Essen war ausgezeichnet und reichhaltig, Gerichte für teilweise 400 Lekë, umgerechnet also 2,60€. Surreal angesichts des tollen Services, der ausgezeichneten Küche für das Ganze nur den Preis eine Döners zu bezahlen.
Wir beschlossen wir die Hotelbar auszuchecken und traten in das erste Fettnäpfchen. Es gab Tische mit jeweils Zwei Sofas und einem Hocker, alle waren besetzt, an einem Saßen zwei junge Frauen und unterhielten sich. Wir fragten ob es das andere Sofa frei wäre, und sie sagten so etwas wie, ja es ist frei, aber wir sitzen hier, und wendeten sich etwas empört wieder ihrer Unterhaltung zu. Vielleicht war es hier ein Faux Pas als Mann zwei Frauen auf diese Weise anzusprechen. Wir ließen also den Tag mit Tiranischen Bier auf einem unserer Zimmer ausklingen, besprachen noch ein paar Details für die Setliste und die Termiene die es am nächsten Tag warhzunehmen galt und kuschelten uns in die gestärkte weiße Bettwäsche..
Samstag:
Wir waren um halb neun zum Frühstück verabredet, einige von uns jedoch hatten wohl etwas zuviel Bier und etwas zu wenig Schlaf gehabt, da musste das Frühstück eben ausfallen.
Der erste große Termin des Tages war eine Pressekonferenz für’s albanische Fernsehen, im British Council. Kein Problem dachten wir, wir nehmen ein Taxi. Und obwohl dieses Mal das Taxi rein äußerlich auch wie ein echtes Taxi aussah, hatte es nichts mit dem zu tun was wir aus Deutschland kannten. Wir fünf quetschten und in die alte Mercedes Limusine, vier hinten einer vorn. Der Fahrer verstand kein Wort, wir wiederholten immer wieder British Council, woraufhin der Fahrer heftig Embassada Anglais rief und nickte. Wir hofften also das wir beide das selbe meinten. Doch er ließ uns an der Botschaftsstraße raus, dort waren zwar alle Botschaften, auch die Englische (Embassada Anglais), nicht aber das British Council. An der Botschaft, jedoch half uns ein Pförtner weiter, malte uns sogar eine kleine Wegbeschreibung.
Auf unsere Frage ob wir mit dem Taxi fahren sollten sagte er: „No No by foot by foot!“ Die Sonne schien und wir setzten und fröhlich in Bewegung. Auch in der Botschaftsstraße lag ein großer Hund auf der Straße in der Sonne. Wir nannten alle Hunde nur noch Schafe..und es gab „Schafe“ in allen Formen und Farben;-)
Mittlerweile war es zehn vor neun, doch die Entfernungen entpuppten sich als weitaus größer, wir nahmen erneut ein Taxi. Diesmal fuhr der Fahrer mehr oder weniger wortlos, hielt aber nach ein paar Metern an und stieg aus. Offensichtlich verstand er kein Wort von dem was wir ihm mitzuteilen versuchten, und er fragte einen andere Taxifahrer nach dem Weg. Wir befanden uns schon in unmittelbarer Nähe zum British Council und schafften es noch rechtzeitig, vor dem Beginn der Pressekonferenz den Deutschen Botschafter zu begrüßen.
Bei dem Wort Pressekonferenz stellt man sich vor es gäbe dort einen langen Tisch, Kameras und viele Journalisten, die schlaue Fragen stellen. Ja, es gab Kameras, ein paar Leute mit Aufnahmegeräten und die Bands aus den Ländern Ungarn, Dänemark, Holland und Deutschland, mit ihrem jeweiligen Botschafer. Die Englische Band war noch nicht eingetroffen.
Nacheinander stellten die Botschafter alle Bands vor, die sich dann noch einmal selbst zu Wort meldeten und erzählten wie ihnen Albainien gefällt.
Als dann die Übersetzerin anbot, es können nun Fragen gestellt werden, fingen einige Kameramänner an ihr Equipment wieder einzupacken – Fazit es gab wohl keine Fragen. Nachdem wir uns noch ein paar „Rock the Block“ T-shirt gesichert hatten gesellten wir uns zu unserem Botschafter in ein kleines Café und ließen uns ein wenig über Land und Leute erzählen und machten uns auf den Weg zurück in das Hotel.
Um einem neuen Taxi Irrfahrt zu entgehen, hatten wir uns vom Botschafter die genaue Adresse des Clubs geben lassen. Als wir zum Soundcheck fahren wollten gingen wir also davon aus, das diesmal alles ganz klar wäre. Wieder steigen wir in ein Taxi, eine gelbe Mercedes Limousine, wieder vier hinten einer vorn. Der Fahrer wiederholte den Namen des Clubs sowie die Adresse und wir setzten uns in Bewegung. Bald bemerkten wir auch diesmal hatte der Fahrer keine Ahnung. Es fragte wie auch schon sein Kollege vor ihm nach dem Weg. Als wir nun endlich auf der richtigen Straße waren, war es Malte, der den Club entdeckte als wir gerade schon an ihm vorbei gefahren waren. Im Rei Club erwartete uns bereits der Tontechniker, Albaner, welcher kein Wort Deutsch oder Englisch verstand. Es versprach spannend zu werden.
Das war ja noch ziemlich lustig. Die Instrumente jedoch boten Anlass zu extremen Emotionen. Martin war zunächst amüsiert, dann schockiert über das Keyboard. Es besaß weder Hammermechanik und gewichtete Tasten, noch ein Pedal. Balladenspiel vollkommen unmöglich! Gleichzeitig, war Marc total aus dem Häuschen, die Becken am Schlagzeug waren Jazzbecken einer besonderen Marke, mit einem ebenso besonderen Klang. Er konnte sich vor lauter Freude kaum wieder einkriegen.
(Soundcheck im Rei Club, Tirana)
Es versprach weiterhin ein spanneneder Abend zu werden. Eine Britische und eine Ungarische Band sollten mit uns den Abend gestalten, die Engländer kamen bestern Laube an, im Zimmermanns Look, alle mit lustigen Hüten bekleidet, die Ungarn, alle in schwarz waren eine Metalica Coverband.
Gegen 22 Uhr war der Laden sehr gut besucht, das Publikum war zunächst nicht sonderlich ausgelassen, wirkte aber sehr zufrieden. Wir waren ganz froh, dass wir auch ohne richtiges Keyboard die Show durchziehen konnten und machten uns noch ein paar Notizen für den Folgetag.
Sonntag:
Bestes Wetter, die Sonne schien, es war schon ziemlich warm. Heute war Tag des Sommers, vergleichbar mit unserem Siebenschläfer. Wenn an diesem Tag das Wetter gut ist, so glaubt man, wird es ein guter Sommer. Und das Wetter war ausgezeichnet. In den Straßen waren auch heute viele Menschen und hupende Autos unterwegs. Von einer wie in Deutschland üblich Sonntag vormittäglichen Ruhe keine Spur! Dem Lärmpegel zu urteilen, hätte dies ein regulärer Wochentag sein können.
Um halb ein sollten sich die Bands zum Soundcheck an der großen Bühen einfinden.
Wir fuhren mit dem Taxi, und diesmal wussten wir schon in etwa wo es lang ging. Wir konnten also den Fahrer navigieren.
Die Bühne war sehr beeindruckend, gutes neues Equipment, viele Techniker. Surreal im Vergleich zum sonstigen Stadtbild, welches eher von Verfall geprägt wurde. Aber von Soundcheck keine Spur, die Techniker waren noch am Aufbauen. Wir wurden in den sog. Backstage Bereich geführt, ein Café in dem sich schon ein paar Bands mit ihren Instrumenten versammelt hatten, aber ebenso Albaner sich zum Kaffee trafen, Backstage und Sicherheit für teure Instrumente waren hier nicht miteinander verbunden. Nach dem sich eine gefühlte Stunde lang überhaupt nichts getan hatte, beschlossen wir wieder zum Hotel zurück zu fahren und zum Gig wiederzukommen. Es hatte sich herausgestellt, das die erste Band wohl einen kleinen Soundcheck machen sollte, während für die anderen jeweils nur ein kurzer Linecheck vorgesehen war.
Wir gingen den Weg zu Fuß zurück, an der Hauptstraße entlang welche auf beiden Seiten an einem kleinen Bach entlangführte. Am Ufer waren bereits Gänseblümchen aufgeblüht, das Wasser jedoch war nicht klar, sondern eher sandfarben.

Wie wir im Nachhinein herausfanden, war es die Kloake der Stadt, welche idyllisch zwischen Gänseblümchen und schön geschnittenen Buchsbaum Büschen durch die Stadt floss. Erstaunlich dabei war das man es geruchlich nicht wahrnahm. Möglicherweise würde es im Sommer etwas anders sein. Glücklicherweise fanden wir den Weg zum Hotel ohne problemlos.
Am Nachmittag machten wir uns wieder auf den Weg zur Bühne, diesmal mit dem Taxi.
Wir hatten schon eine Verspätung mit einberechnet, doch als wir ankamen, hatte die Band vor uns noch nicht angefangen zu spielen..
Seltsam, das wir direkt nach eine Metall Band spielen sollten, wir waren etwas verunsichert und ziemlich gespannt wie die Leute deutsche Popmusik aufnehmen würden.
(Bühne von der Seite)
Unsere Erwartung wurde zu 100% übertroffen, die Tiraner klatzschten, sangen, schrien. Es war der Wahnsinn. Offensichtlich ist es vollkommen egal welche Sprache es ist, die Musik verbindet einfach, es rührt und bewegt die Menschen, egal wo sie herkommen, ob sie arm oder reich sind. Egal ob Metal oder Pop, die Tiraner feierten ausgelassen.

In den ersten Reihen waren nur Teenager zu sehen, Jungs und Mädchen, dahinter junge Erwachsene, ich sah ein Pärchen in der Menge, eine junge Frau mit Kopftuch und ihr Mann, beide lächelnd und mit dem Kopf zur Musik nickend.
Dahinter auch ältere Leute ein paar Botschafter, auch ihnen stand die Gute Laune im Gesicht geschrieben.
(Albanisches Publikum – “Rock the Block”)
Nach der Show, hatten wir Mühe von der Bühne zu kommen, Teenager belagerten uns machten Fotos, und kicherten ausgelassen. Nach dem Abbau, folgten wir einer Einladung der Botschaft zu einem deutschen Restaurant.

Dort angekommen jammten wir noch ein wenig und versorgten den erkälteten Malte mit einem Dampfbad.
Wir hatten vor am nächsten Morgen noch vor dem Abflug noch etwas von der Umgebung Tiranas anzusehen, es gab eine Seilbahn die den Dajti hinauf fuhr, von dem aus man bis zur Adria sehen konnte. Einer der Mitarbeiter lieh uns seinen Wagen, zusammen mit seiner Schwägerin, welche unsere Touristenführerin sein sollte.
Montag:
8:30 Uhr in der Lobby, wir waren bereit zur Abfahrt. Wir hatten einen Stadtplan, eine Ortskundige und einen Wagen der groß genug für uns alle war nun ja fast, denn Marc musste im Kofferraum sitzen. Wir durch die Stadt,

(Opernhaus Tirana)
(Zentraler Kreisverkehr in Tirana)
fuhren aus der Stadt den Berg hinauf,
an einer Stelle bogen wir falsch ab. Nach einigen Minuten, wir fuhren bereits auf einer schmalen Straße den Berg hinauf, bemerkten sahen wir in entgegengesetzter Richtung die Seilbahn. Also zurück, den Berg hinunter und an anderer Stelle wieder hinauf. An der Seilbahnstation angelangt wurden wir freundlich darauf ingewiesen, das am Montag hier Ruhetag sei und die Seilbahnen nicht in Betrieb.
Wir drehten also wieder um und fuhren den Weg den wir schon einmal den Berg hinauf genommen hatten ein zweites Mal hoch. Auch von hier hatte man einen wunderschönen Blick ins Tal, auf die Landschaft.

Wir begegneten ein paar Schafen, diesmal waren es wirklich Schafe, welche an der Böschung gegrast hatten und nun entschieden einen Teil ihres Weges auf der Straße vor uns zu beschreiten.
Eine Ecke weiter stadt ein Esel am Straßenrand und döste in der Morgensonne. Obwohl wir wirklich nur drei Stunden herumfuhren fühlte es sich wirklich nach Urlaub an. Bestern Laune fuhren wir den Berg wieder hinunter, und machten uns auf den Weg in Richtung Flughafen. Wir waren etwas zu früh, und konnten noch nicht einchecken.
So setzten wir uns vor dem Terminal auf eine Wiese und ließen den Morgen noch einmal Revue passieren, bis eine Dame, offensichtlich Angestellte des Flughafens uns jäh aus der Ruhe brachte indem sie und darauf aufmerksam machte: „ It is not prohibited to sit on the gras, ähm it is prohibited!“ Diese Aussage sorgte bei und sogar noch eine Stunde später für großes Gelächter.
Der Aufenthalt war zuende, wir stiegen in den Flieger in Richtung Budapest, zusammen mit einer Dänischen und Ungarischen Band. Am Flughafen Budapest, dann trennten sich unsere Wege, Martin flog weiter nach Süddeutschland, wir zurück nach Hamburg.
Es war eine sehr interessante, inspirierende Reise, ein schönes Land und sehr nette Leute. Schön ein so fremdes Land kennenzulernen und dort auch noch Musik machen zu dürfen.
Die Botschaft hat uns für nächstes Jahr wieder eingeladen. Wir freuen uns drauf!
Love & Peace
SJM

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